Nina

sie ist eine feine, leise und lebendige art der bewegung.

Die Gemeinschaft am Eurythmeum ist schon etwas Besonderes – auch im Essraum und mit den anderen Kursen. Jeder kennt sich mit Namen und nimmt Anteil am anderen. Besonders schön ist das bei den Abschlüssen. Am Anfang hätte ich darauf gut verzichten können, aber die Freude aneinander, das liebevolle Aufnehmen des Gezeigten hat mich damit versöhnt und es ist toll, den anderen Kursen zuzusehen.

Leider bleibt mir insgesamt oft zu wenig Zeit zum Üben und Vertiefen. Sowohl in der Anthroposophie als auch in der Eurythmie braucht es Zeit und Raum, bis man ein Thema wirklich durchdrungen hat, sonst bleibt es theoretisches Wissen.

Die Anthroposophie lerne ich gerade erst kennen, viele Begriffe sind mir noch fremd. Es ist gut, dass es die theoretischen Kurse gibt, um das Menschenbild, aus dem die Eurythmie kommt, besser zu verstehen.

Eurythmie habe ich zum ersten Mal in einer Waldorfschule erlebt – ich war als Au Pair-Mädchen tätig und habe nebenbei ein Praktikum an der Schule gemacht. Dort habe ich eine eurythmische Märchenaufführung der 8. Klasse gesehen, die mich tief berührt hat. Ich hatte danach einen völlig anderen Blick auf die Welt, weil ich erfahren hatte, dass im Menschen die Fähigkeit zu solchen Bewegungen steckt.

Eurythmie ist die schönste Art, wie Menschen sich bewegen können. Und sie setzt ein Gegengewicht zu unserer technischen und immer lauter werdenden Umwelt. Selbst in der Kunst wird heute alles übertrieben, weil man viele Menschen nur noch erreichen kann, wenn man sie – im übertragenen Sinne – anschreit. Die Eurythmie kann die Menschen aus der Abgestumpftheit hin zur Anteilnahme bringen. Sie ist viel feiner, leiser und lebendiger und gerade dadurch so wirkungsvoll.

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