Julius

sie stärkt mich.

Die Eurythmie als Bühnenkunst wird am Eurythmeum intensiv gelebt, es ist wie ein Sog. Wir wollen mit dem, was wir lernen, auf die Bühne, wir wollen es zeigen – das hat eine besondere Kraft und Anziehung. Man möchte sich wohlfühlen mit der Eurythmie auf der Bühne.

Die Dozenten leben uns Engagement vor, aus der Haltung: „wir bringen den Kurs von Stufe zu Stufe“. Da würde ich mir etwas mehr individuelle Ansprache wünschen, mehr Balance zwischen Gemeinschaftsdenken und Individuum.

Eurythmie – das ist ein Erlebnis, das mich total über mich selbst hinausführt, gerade auch in der Gruppe! Sie ist eine Horizonterweiterung. Ich fühle, dass ich bei mir selbst bin und gleichzeitig in Beziehung mit allen andern. Die Eurythmie ist eine Brücke, sich geistig und sozial zugleich zu bewegen. das ist mein Motiv Eurythmie zu studieren, das möchte ich in die Welt bringen, mit Menschen teilen. Sie gibt mir Selbstbewusstsein. Ich lerne mich, meinen Körper und meine Seele kennen, das stärkt mich total, und diese Stärkung möchte ich anderen vermitteln.

In der 10. oder 11. Klasse – ich war in Mönchengladbach auf der Waldorfschule – gab es einen Moment, in dem ich erlebt habe: „Jetzt ist meine Bewegung eins mit der Musik.“ Das war ein Aufwachen dafür, dass in der Eurythmie alles zusammenkommt, in mir und im Raum. Das wollte ich genauer erforschen, habe dann auch Ballett ausprobiert und dann als Thema für die Jahresarbeit in der 12. Klasse einen Vergleich zwischen Ballett und Eurythmie gewählt. Ich habe dreimal „Clair de lune“ von Debussy gestaltet! Einmal als Ballettstück, dann als Eurythmiesolo und schließlich haben wir es noch als ganze Klasse für die Abschlussaufführung ausgearbeitet.

An der Anthroposophie bin ich sehr interessiert, war auch schon früh mit der Christengemeinschaft verbunden, da ist das Anthroposophische immer aufgeblitzt. Heute gehe ich gern in Vorträge, ich sehe sie als Stütze für das, was wir tun wollen.

Wenn ich in die Welt schaue, erlebe ich einen Mangel, eine seelische Not, wie man mit dem eigenen Menschsein in Beziehung kommen kann. Ich habe erfahren, dass die Eurythmie ein Schritt auf dem Weg sein kann, sich den großen, existenziellen Fragen anzunähern. Sie bringt mich mit mir selbst in Beziehung. Ich wünsche mir, dass viele Menschen die Möglichkeit bekommen, das zu erfahren.

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