Benedikt

sie tut mir gut.

Am Eurythmeum schätze ich besonders, dass wir die Bühnengruppe haben. Wir können Menschen erleben, die wirklich Vorbilder sind! Auch der enge Kontakt zu allen anderen Studenten, zum Beispiel im gemeinsamen Essraum, ist wichtig.

Unsere Ausbildung ist sehr künstlerisch orientiert. Wen man wie ich da keinerlei Vorerfahrungen hat, dann ist das natürlich eine Herausforderung und braucht Überwindung. Aber mit der Hingabe an die Kunst wächst man. Man erarbeitet sich damit eine Kraft, die auch im Leben wirksam wird: sich für ein Ideal einzusetzen und es durchzutragen. In der Eurythmie machen wir Prozesse durch, die für das Leben im Allgemeinen stehen.

Ich wollte schon immer Therapeut werden, also ursprünglich Psychotherapeut. Ich habe aber entdeckt, dass man durch Kunst noch viel persönlicher, menschlicher und tiefer (therapeutisch) wirksam werden kann, eben nicht nur im Gedanklichen. In der Kunst selbst liegt schon etwas Heilendes – das begeistert mich unglaublich!

Der letzte Trimesterabschluss war ein starkes Erlebnis – dass man alles Gelernte auf den Punkt bringen kann und so eine Steigerung des gesamten Studiums erfährt. Man muss sich als „Künstler“ beweisen. Es ist eine herausfordernde Situation, auf der Bühne zu stehen und das nicht als Privat-Ich, sondern ganz im Sinne der Kunst.

Für die Zukunft wünsche ich mir, dass noch mehr junge Menschen den Weg ans Eurythmeum finden. Es gibt so viel Potenzial hier, an diesem Ort voller Kunst, eingebettet in die anthroposophische Campuslandschaft….

Ich habe die Eurythmie in einer Camphill-Einrichtung in den USA kennengelernt. Dann bin ich nach Stuttgart gegangen, den „Hort“ von Eurythmie und Anthroposophie. Ich hatte zunächst Gespräche am Priesterseminar, denn ich wollte mich auf jeden Fall in das Studium der Anthroposophie vertiefen. Viele Menschen wiesen mich auf das Eurythmeum hin, das ja ganz in der Nähe liegt – „Schau doch mal vorbei!“ sagten sie mir. Ich dachte „Nein, ich bin doch gar kein Bewegungsmensch“

– und dann habe ich dort hospitiert und gemerkt: „Das ist genau das, was Du auf Deinem Weg brauchst. So kannst Du der Welt etwas Gutes tun.“ Es war wie eine innere Gewissheit, trotz aller äußeren Zweifel. Ich spürte: Das tut mir gut. Etwas bewegt sich in mir. Und jetzt studiere ich also Eurythmie – weil es so viel zu lernen gibt, und weil sie so viel Potenzial hat.

Um unsere Webseite für Sie optimal gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Datenschutzerklärung
OK