Vanessa Yang

sie gibt raum, um zu blühen.

Ich komme aus Taiwan und bin dort 12 Jahre lang auf die Waldorfschule gegangen. Während meiner Schulzeit hatten wir keinen richtigen Eurythmieunterricht, weil unsere Lehrer selbst noch in der Ausbildung waren. Aber von den wenigen Stunden, die wir hatten, war mir in Erinnerung geblieben, dass Eurythmie etwas Schönes ist und mit Musik und Bewegung zu tun hat.

Nach dem Abitur habe ich mir ein Jahr Zeit genommen, um herauszufinden was ich in der Zukunft machen möchte. Ich habe in Deutschland ein Freiwilliges Soziales Jahr in einem Waldorfkindergarten gemacht. Da bin ich dann der Eurythmie wieder begegnet. Die Kinder hatten jede Woche eine Stunde Eurythmie und haben gestrahlt und gelacht bei den Märchen oder kleinen Gedichten. Das hat mich tief berührt.

Und damit begann der innere Konflikt – sollte ich  Eurythmie studieren, oder die andere Möglichkeit – Musik – wählen? Musik hat in meinem Leben schon immer eine große Rolle gespielt, und so hatte ich es nicht leicht, eine Entscheidung zu treffen.

Ich habe viel nachgedacht, was ein Beruf als Musikerin bzw. Violinistin bedeuten würde. Der Weg der Musik geht nicht in die Weite, sondern in die Spitze. Man wird – je nachdem, wie gut man ist – Solist, Orchestermusiker oder Lehrer. Und es gibt Tausende, die gut sind! Mein Weg sollte aber lieber breiter und heller werden, ich wollte die Möglichkeiten haben, immer wieder neu zu entscheiden, was ich möchte.

Und genau diese Möglichkeiten gibt mir die Eurythmie. Sie hat diesen breiteren Weg, wo es nach vorne noch ganz viel Raum gibt, um zu blühen. So ist die Entscheidung gefallen, dass ich Eurythmie studieren möchte.

Am Eurythmeum habe ich gute Freunde gefunden, es gibt nette Dozenten, und der Stil gefällt mir auch sehr. Besonders bei den Gruppenstücken, wenn wir als Kurs gemeinsam Stücke erarbeiten und dann am Ende damit auftreten, macht das ganz viel Freude.

Stuttgart ist nicht unbedingt meine Lieblingsstadt in Deutschland, aber ich fühle mich wohl mit meiner Umgebung und zum Studieren ist es sehr praktisch.

Mein Lieblingsplatz in Stuttgart:

park der villa berg.

Ich war auf der Suche nach einer schönen Wiese, einem großen Baum und Natur – und habe dabei durch Zufall den Park der Villa Berg entdeckt. Ich gehe dort gerne spazieren, zum Beispiel mit Freunden bei Sonnenuntergang.

Anthroposophie, das ist der Hintergrund für die Eurythmie, wir haben im Studium viele Werke von Steiner gelesen – Die Philosophie der Freiheit, Theosophie, Kosmologie... Aber wenn ich mich bewege, spielt das nicht so eine große Rolle. Ich bin dann mit Leib und Seele ganz mit der Eurythmie beschäftigt.

Dem Eurythmeum wünsche ich ganz viele Studenten und große Kurse. Es ist schön zu erleben, wie immer wieder neue Menschen dazu kommen, mit neuen Kräfte und Ideen. Durch sie alle kann die Eurythmie sich entfalten und blühen in der Welt!

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