Bühne aktuell

Aktuell im Programm

Das Else-Klink-Ensemble und das Märchenensemble erarbeiten immer wieder neue Choreographien, die den Bogen von solistischen Einzeldarbietungen bis zu großen Tourneeprogrammen spannen. Heitere Eurythmie zur Faschingszeit, festliche Aufführungen zu den Jahresfesten, Werkstattprogramme und Märchenaufführungen in Schulen, Heimen und Kindergärten bieten eurythmischen Kunstgenuss für jedes Publikum.

»Ich möchte leben...«

Das Programm des Else-Klink-Ensembles ist dem Kind-Sein und Heranwachsen gewidmet. Kindliches Spiel, Staunen, Fragen und sich Erproben, aber auch jugendliche Selbst-Werdung und -Bestimmung klingen an.

Der Titel „Ich möchte leben …“ ist einem Gedicht der 17-jährigen Selma Merbaum entnommen, das ergreifendes Sinnbild ist für eine hoffnungsvolle, dem Leben zugewandte Kindheit und zugleich für deren massive Bedrohung. In Texten Peter Handkes klingt die Frage nach den Kostbarkeiten der kindlichen Seele an und wie diese im Erwachsenen wirksam bleiben können.

Mit Werken u.a. von Selma Merbaum, Peter Handke, Nelly Sachs, Ludwig van Beethoven, Wolfgang Amadeus Mozart und Leoš Janáček.

Programm zum Download (PDF)

Eurythmie: Else-Klink-Ensemble
Musik: Jade-Quartett, Nune Arakelian
Sprache: Sabine Eberleh
Licht: Peter Jackson

Ludwig van Beethoven "Geistertrio"

Eurythmieaufführung: Klaviertrio in D-Dur Op.70, Nr. 1 von Ludwig van Beethoven 

Ludwig van Beethoven (1770-1827) gilt als herausragender und meistgespielter Komponist der Musikgeschichte. Er führte die Wiener Klassik zu ihrer höchsten Blüte und bereitete die Musik der Romantik vor.
Im Jahr 2020 feierte die ganze Welt Beethovens 250. Geburtstag - sofern dies in Pandemiezeiten, in Form von Auftritten, überhaupt möglich war. Auch das Else-Klink-Ensemble musste seinen eurythmischen Geburtstagsgruß, das „Trio in D-Dur“, lange aufschieben. Nun freuen wir uns, es endlich zeigen zu können.  
Beethoven schrieb dieses Trio, das später unter dem Namen „Geister-Trio“ berühmt wurde, mit 38 Jahren. Wir begegnen dem Komponisten in diesem Werk der Frühromantik, als Idealisten und als Leidenden. Über drei Sätze hin vereinigen sich Geige, Cello und Klavier zu plastischen Klängen, die von energischem Aufbruch, von Sehnsucht, Schmerz und spielerischer Leichtigkeit erzählen.
Beethoven komponierte das Trio während eines Aufenthalts, unweit von Wien, bei seiner engen Vertrauten und Gönnerin, der ungarischen Gräfin Marie von Erdödy. Ihr widmete er auch das Trio. Nach der Uraufführung 1808/09, an der Beethoven als Pianist selbst mitwirkte, wurde das Trio zu einem großen Erfolg.
Der ruhige 2. Satz, umrahmt von zwei schnellen Sätzen, bildet das eigentliche Herzstück des Trios. Den populären Beinamen “Geistertrio”, der dem Anfang zu widersprechen scheint, verdankt das Trio diesem langsamen Mittelsatz, mit den schauerlichen Tremoli der Streicher sowie einer Bemerkung des Beethoven-Schülers Carl Czerny: “Der Charakter dieses sehr langsam vorzutragenden Largo ist geisterhaft schauerlich, gleich einer Erscheinung aus der Unterwelt. [… man könnte sich] dabei die erste Erscheinung des Geistes in [Shakespeares] Hamlet denken.“

Musik: Nune Arakelian, Hyunji You, 
Shihyu Yu-Holz
Licht: Diethard Bastian
Einstudierung: Benedikt Zweifel

Geh durch. Zu dir.

Ohnmächtige Zeichnungen und stammelnde Worte von Johannes Matthiessen, Musik-Kompositionen zu diesem Werk von Jitka Koželuhová 

Ein interdisziplinäres Bühnenprojekt des Else-Klink-Ensembles Eurythmie, Sprache, Musik, Zeichnung, Licht und Projektion

Herausforderungen, Verdichtungen und Nadelöhre sind Teil einer jeden Biografie. Häufig ge-hen sie mit dem Gefühl von Ohnmacht einher, wie bei einer schweren Krankheit, die von heute auf morgen im eigenen Lebenslauf plötzlich dazu gehört. Der Künstler und Pädagoge Johannes Matthiessen hat sich seiner todbringenden Krankheit gestellt und ist mit ihr einen ehrlichen und mutigen Weg gegangen, durch Ohnmachten hindurch, immer wieder auf sich selbst zurückgewiesen, sich neu gebärend und aufrichtend. Diesen Weg dokumentierte er künstlerisch in Zeichnungen und in Texten, die die Grundlage unseres Projektes bilden. Das gesamte Werk Krebszeichen umfasst 111 ohnmächtige Zeichnungen und ebenso viele, ihnen beigefügte Textnotate.  

„Keine Reise war ihm zu lang, kein Weg zu weit. Für seine … Projekte bereiste Johannes Matthies-sen … die ganze Welt. Doch ihm war nicht bewusst, dass ihm eine der schwersten Reisen noch bevorstand. Die Diagnose Multiples Myelom, zwang ihn von jetzt auf morgen, sein bisheriges Le-ben radikal zu ändern. Er nutzte diese Erkrankung, um nach den … Jahren der nach „außen gehen-den“ Arbeit … endlich zu sich und zur inneren Ruhe zu kommen.“ * Dr. Jan Vagedes

„Die Schönheit des bedrohten Lebens wird genauso einsichtig wie die Gefahr seiner Auslöschung; die sterbende alte Schöpfung ebenso wie die sich - wie aus dem Nichts - inkarnierenden Impulse erneuerten Lebens. […] Die Geschichte ist nicht zu Ende. Aber die ungeschminkte Ehrlichkeit und die Tiefe mit der sie erzählt wird, hinterlassen Spuren im Inneren des Betrachters.“ *Dr. Thomas Breitkreuz

Bild: Johannes Matthiessen

Eurythmie: Else-Klink-Ensemble

Sprache: Sabine Eberleh, Lucas Ammerbacher

Musik: Jitka Kozeluhova, Nune Arakelian, Raphaela Debus

Komposition: Jitka Kozeluhova

Licht: Stefan Kraske

Einstudierung: Tania Mierau, Severin Fraser 

Der Königssohn, der sich vor nichts fürchtet

Das Märchen der Gebrüder Grimm handelt von einem unerschrockenen und mutigen Königssohn, der sein behütetes Zuhause verlässt, um in die Welt zu ziehen. Auf seiner Reise erlebt er viele „wunderliche Dinge“. So trifft er beispielsweisen auf einen Riesen, der ihn herausfordert einen Apfel vom Baum des Lebens zu pflücken – ein Geschenk für des Riesen Braut. Ohne Furcht macht sich der Prinz auf den Weg, begegnet wilden Tieren und schafft es den Apfel aus dem „Wundergarten“ zu pflücken und ihn dem Riesen zu überreichen. Dabei gewinnt der Königssohn einen treuen Freund, der ihm auch im Kampf zur Seite steht: es ist ein starker Löwe, der selbst als der mutige Jüngling sein Augenlicht verliert, nicht von dessen Seite weicht und sogar mehrmals des Prinzen Leben rettet. Zusammen ziehen die Freunde umher und gelangen vor ein verwunschenes Schloss. Dort treffen sie auf eine verzauberte Jungfrau. Um die Schöne zu erlösen, muss der Königssohn mit Teufelchen ausharren – und das ganz ohne Furcht! Verlässt ihn sein Mut oder wird er es schaffen die Prinzessin von dem dunklen Fluch zu befreien? … Ja!

Einstudierung: Michael Leber

Sprache: Armgard von Gagern

Das Traumlied des Olaf Åsteson

„Das Traumlied des Olaf Åsteson“ ist eine alte norwegische Volksdichtung, die Anfang des 20. Jahrhunderts von Rudolf Steiner für die Eurythmie eingerichtet wurde.

Olaf Åsteson fällt zwischen Weihnachtsabend und Dreikönigstag in einen tiefen Schlaf und durchläuft in dieser Zeit eine Einweihung, die ihm Einblicke in die Welt nach dem Tode und darüber hinaus in die gesamte Weltentwicklung gibt. Nach seinem Erwachen berichtet er dem Volk von seinen Erlebnissen.

In sprachlich-musikalisch-eurythmischer Gestaltung kann erlebt werden, welch starker moralisch-geistiger und sozialer Impuls auch heute noch von dieser Initiationsdichtung ausgeht.

Eurythmie: Else-Klink-Ensemble
Musik: Nune Arakelian, Ruben Arutyunyan
Sprache: Sabine Eberleh
Licht: Diethard Bastian

Heitere Eurythmie

geeignet für Unterstufe/Mittelstufe

Eurythmische Abenteuer mit dem Else-Klink-Ensemble

Jedes Jahr studieren die Eurythmisten im Else-Klink-Ensemble einen kunterbunten Blumenstrauß von heiteren Gedichten, Musikstücken und kürzeren Geschichten ein. In diesem Jahr versprechen vor allem die lustigen und abwechslungsreichen Abenteuer von Don Quijote, dem „Ritter von der traurigen Gestalt“ (nach Miguel de Cervantes) ein Feuerwerk der heiteren Eurythmie.

Eurythmie: Else-Klink-Ensemble
Musik: Nune Arakelian
Sprache: Armgard von Gagern, Rüdiger Fischer-Dorp
Licht: Diethard Bastian

Ihre Heitere Eurythmie in Schwäbisch Hall hat sehr viel Wärme und Bewunderung für die Eurythmie erzeugt - das haben uns viele begeisterte Rückmeldungen gezeigt. Die Besucher waren überrascht, welche Vielfalt an Ausdrucksmöglichkeiten die Eurythmie bietet und wollen das unbedingt im nächsten Jahr wieder erleben. Wir werden also mit Sicherheit bald mit einer Einladung auf Sie zukommen!

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