Sophie Müller

sie hilft seelenreiche zu entdecken.

Eurythmie ist für mich die Möglichkeit, Seelisches zum Ausdruck zu bringen: Welten zu zeigen in Bewegung mit dem Körper, die sonst nicht so gegenwärtig sind. Sie ermöglicht mir einen vertiefenden Zugang zur Welt – sie ist wie eine Entdeckungsreise in unbekannte Seelenreiche.

Ich bin Waldorfschülerin, aber direkt nach der Schule wäre ich nie auf den Gedanken gekommen, Eurythmie zu studieren! Etwas zu machen mit Bewegung, mit Ausdruck, das lag mir immer schon nahe. Am Jugendseminar in Stuttgart habe ich dann angefangen, die Eurythmie neu zu entdecken. Für das Eurythmiestudium habe ich mich eher aus einem unbewussten Ahnungs-Gefühl entschieden, erst mit den Jahren ist es eine klare Entscheidung geworden.

Was ich später damit machen möchte, weiß ich noch nicht sicher. Die Eurythmie ist zu mir gekommen, ich gehe diesen Weg Schritt für Schritt, und mit dem Gehen wird mir auch der Weg immer klarer werden.

Ein tolles Erlebnis war für mich unsere Aufführung beim Festival in Witten: es war eine sehr intensive Arbeit vorher! Und dann – der Moment war so stimmig, ich konnte einfach da sein, anwesend sein in der Bewegung. Ein schönes Geschenk waren die Rückmeldungen nach der Aufführung: dass Menschen berührt von dem waren, was sie erlebt haben, hat mich in meinem Tun bestärkt.

Am Wochenende war ich im Stuttgarter Ballett und habe festgestellt: die Eurythmie kann da mithalten! Es war mir eine Bestätigung der Berechtigung der Eurythmie, sie ist nicht nur eine „Anthrokunst“ sondern wichtig und schön für die Welt!

Mein Lieblingsplatz in Stuttgart:

das weltcafé.

Stuttgart ist für mich „Schwere“ und „Tiefe“ – sehr hügelgeprägt. Deshalb arbeite ich seit dem 1. Studienjahr hier im Weltcafé – hier kann ich eintauchen in die Stadtwelt. Meine Kollegen und Freunde außerhalb der anthroposophischen Szene sind mir sehr wichtig – dieser Ort hier ist deshalb eine Art Zuhause für mich.

Seit der Zeit am Jugendseminar spielt die Anthroposophie eine bewusstere Rolle in meinem Leben, vorher kannte ich sie mehr als gelebte Form von meinen Eltern. Eurythmie hat diese Anbindung an die großen Weltinhalte, das ist gut und wichtig. Anthroposophie ist eine Herzenssache – bescheiden und doch groß.

Am Eurythmeum schätze ich die Ernsthaftigkeit, die Qualitäten des Bewahrens, der Ehrfurcht und der Vielfalt. Aber ich wünsche mir noch mehr Vertrauen in die Studenten und den Mut, loszulassen – die Formkraft hier ist Stärke und Hindernis zugleich.

Deshalb wünsche ich dem Eurythmeum weiterhin frischen Wind – so einen Hauch, der alles loslässt und den Blick nach vorne wirft. Sich der Qualitäten bewusst sein – und dann damit spielen! Und ich wünsche allen Eurythmisten und allen Studenten – mich eingeschlossen! – mehr Selbstvertrauen. Die Wichtigkeit der Individualität, die darf bei allem nicht vergessen werden.

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