Ingolf Lindel

sie gibt wurzeln und verbindet gleichzeitig mit der zukunft.

Ich komme aus Heidenheim an der Brenz und lebe schon eine Weile in Stuttgart. Mir gefällt der Anschluss an das Kulturleben, und auch die lebendige Geschichte der Stuttgarter Anthroposophie, in der das Eurythmeum eine ausschlaggebende Rolle spielt.

Ich habe Philosophie studiert, und wollte eigentlich noch ein Medizinstudium anschließen. An der Eugen Kolisko-Akademie habe ich dann die Eurythmie kennengelernt. Mit ihr kann man auf eine innere Art noch tiefer gehen als mit der Medizin, und es gibt auch viele Anknüpfungspunkte mit der Philosophie. In Zukunft sehe ich mich irgendwann in der Heileurythmie, aber vorher möchte ich forschen im Bereich von Bewusstsein und Bewegung. Embodiment ist da ein Thema, das mich sehr interessiert.

Einmal habe ich mich mit einem Studienkollegen in der eurythmischen Bewegung so verbinden können, dass wirklich Künstlerisches entstanden ist: Wir haben beide das Erlebnis gehabt, dass wir dieselbe Idee bewegen – das war eine krasse und zukunftsweisende Erfahrung für mich.

Am Eurythmeum schätze ich die Altersspanne im Dozententeam: Erfahrung und jugendlicher Elan ergänzen sich da sehr gut.

Die Geschichte des Eurythmeum gibt dem Ort Wurzeln, die tief reichen, und diese Wurzeln wollen sich mit etwas Geistigem aus der Zukunft verbinden, so dass eine neue Frucht reifen kann, die zu unserer Zeit passt.

Ich wünsche mir, dass das Eurythmeum sich so aufstellt, dass dieser Geist einziehen kann, dass sich die beiden Ströme hier treffen – in der Gegenwart. Und dass diese Gegenwart nicht nur zufällig oder unbewusst entsteht, sondern dass ihre Verwirklichung gelebte Methode wird. Ich habe das Gefühl, dass hier so etwas möglich sein könnte, und deshalb bin ich gerne am Eurythmeum.

Allerdings gibt es da noch alte Gewohnheiten, die der Geistesgegenwart, nach der ich suche, entgegenstehen. Und es gibt immer wieder Angst, diese Gewohnheiten zu verändern. Es braucht Mut, sich ganz selbstverständlich mit der Eurythmie in den Strom der Zeit zu stellen, ohne dabei aber an Geistigkeit und Innerlichkeit zu verlieren.

Die Anthroposophie spielt seit meiner Schulzeit eine zentrale Rolle in meinem Leben, die Auseinandersetzung mit der Eurythmie und dem, was ich da mache, ist eine Art Prüfstein für mich, mir durch eigene Arbeit zu bestätigen, was die Anthroposophie durch Rudolf Steiner bereitstellt. In der Eurythmie kann ich gegenwärtig am besten an diesen Inhalten arbeiten.

Mein Lieblingsplatz in Stuttgart:

chema kebab

Hier zum „Chema Kebab“ komme ich gerne, weil der Betreiber wirklich jeden Kunden kennt, er kann sich an jedes Gesicht erinnern, auch wenn man nur einmal da war. Das gibt mir das Gefühl, hier kurz ausspannen zu können.

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