Imke Siebelts

sie steckt im ganzen leben schon drinnen.

Ich kam erst in der 5. Klasse in die Waldorfschule. In meiner ersten Eurythmiestunde sind wir den Fünfstern gelaufen – ich war so begeistert! Und die Vokale – die waren so einleuchtend, das hat mich nie mehr losgelassen. Nach der Schule war ich ein Jahr in einem Camphill in Schottland – aber die Eurythmie hat mir da gefehlt! So habe ich mich dann für ein Eurythmiestudium statt eines Sonderpädagogikstudiengangs entschieden – und schließlich kann ich darin auch beides verbinden. Auf lange Sicht möchte ich in die Pädagogik gehen, davor aber das Märchenjahr machen und vielleicht auch noch Bühnenerfahrung sammeln...

In der Eurythmie kann man sich selbst anders wahrnehmen, die Menschen anders wahrnehmen – ich habe durch die Eurythmie eine andere Art entwickelt, die Welt zu betrachten.

Mein Lieblingsplatz in Stuttgart:

sophies schaukel.

Ich komme aus der Gegend von Kiel, die erste Zeit in Stuttgart war ganz schön schwierig für mich. Alles ist hoch, bergig, man sieht kaum Himmel – im Norden gibt es das nicht so, meine Seele möchte sich aufs Meer legen, dafür hat es hier keinen Platz. Deshalb liebe ich diese Schaukel hier im Garten. Hier bei Sophie sehe ich ins Grüne und kann bis in den Himmel schaukeln.

Es ist immer noch nicht einfach für mich, in Stuttgart zu leben, mir fehlen Freiraum, Luft, das Meer – aber das Studium, die Mitstudenten und Freunde sind toll, ich habe eine wahnsinnig schöne Zeit hier, ich würde gerade nicht woanders sein wollen.

Vor dem Studium hatte ich gar nichts mit Anthroposophie zu tun. Ich habe noch nicht alles ergreifen können, es ist ja so umfassend, aber ich habe das Gefühl, dass da sehr viel Richtigkeit darin steckt. Anthroposophie gehört immer mehr zu meinem Leben.

Ich würde mir wünschen, dass die Eurythmie noch viel bekannter wäre. Es ist eine Kunst, die so viel mit dem Leben zu tun hat – und keiner lebt sie. Es wäre so schön, wenn viel mehr Menschen Eurythmie kennen würden, Eurythmie anschauen würden. Eurythmie gehört zum Leben wie Zähneputzen! Im ganzen Leben steckt die Eurythmie doch schon drinnen.

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